Leistung · Physical Pentest (Red Team)

Wie sicher ist Ihr
Gebäude wirklich?

Wir versuchen, mit den Mitteln eines echten Angreifers in Ihr Unternehmen zu kommen — durch Türen, über Menschen, vorbei an der Zutrittskontrolle. Alles, was klappt, halten wir fest. Und was wir empfehlen, können Sie danach auch wirklich umsetzen.

site_assessment.logOFFEN
CRITHaupteingangTailgating in < 30 Sek. möglich
CRITServerraumTür unversperrt · kein Protokoll
HIGHEmpfangBesucher ohne Ausweis akzeptiert
MEDTiefgarageZugang zum Gebäude über Garage
Beispielbefunde · anonymisiertTest anfragen →
Was wird getestet?

Nicht über das Netzwerk —
durch die Tür.

Ein Physical Penetration Test — oft kurz Physical Pentest oder physischer Penetrationstest genannt — beantwortet eine unbequeme Frage: Kommt jemand rein, der nicht rein soll? Firewalls, VPN und Multi-Faktor nützen wenig, wenn ein Angreifer einfach durch den Nebeneingang spaziert, sich als Handwerker ausgibt und zehn Minuten später allein im Serverraum steht. Genau diesen Weg gehen wir als Red Team nach — mit denselben Mitteln, die auch ein echter Einbrecher, Industriespion oder Innentäter nutzen würde.

Getestet wird die gesamte Kette: der Perimeter (Zaun, Tore, Anlieferung), die Zutrittskontrolle (Badges, Schlösser, Vereinzelungsanlagen), das Verhalten Ihrer Mitarbeiter unter Social Engineering und die Sicherheit sensibler Zonen wie Serverraum, Archiv oder Produktionshalle. Immer im vorher vereinbarten Rahmen (Scope), immer nur mit schriftlicher Genehmigung (Letter of Authorization).

  • Tailgating & Piggybacking — unbefugtes Mitgehen durch gesicherte Türen
  • Lock Picking, Loiding & mechanische Bypässe von Schließsystemen
  • Badge-Kloning & RFID-Angriffe (125 kHz & 13,56 MHz)
  • Pretexting & Social Engineering direkt vor Ort
  • Umgehung von Alarmanlagen, Kameras & Bewegungsmeldern
  • Zugang zu Serverraum, Netzwerkdosen & unbeaufsichtigten Arbeitsplätzen
LOAKein Einsatz ohne schriftliche Genehmigung
FotoLückenlose Beweisdokumentation
CVSSPriorisierte, bewertete Befunde
Re-TestPrüfung der Behebung auf Wunsch
Anatomie eines Einbruchs

So kommt ein Angreifer
in Ihr Gebäude.

Ein echter physischer Angriff ist kein spontaner Sturm durch die Vordertür. Er ist geplant, geduldig und läuft in Phasen ab — genau so, wie wir ihn beim Physical Pentest nachstellen. Hier ist die typische Kette, vom ersten Blick aufs Gelände bis zum Moment, in dem der Angreifer mit der Beute wieder draußen steht.

01

Aufklärung & Casing

Zuerst wird beobachtet, nicht eingebrochen. Wann ist Schichtwechsel? Wo stehen die Raucher? Wie sehen die Mitarbeiterausweise aus — fotografiert aus zehn Metern mit dem Handy? Welche Lieferdienste kommen täglich, welche Handwerker sind gerade auf der Baustelle nebenan? Dazu OSINT aus dem Netz: LinkedIn-Profile, Fotos aus dem letzten Firmenevent, auf denen im Hintergrund die Vereinzelungsanlage und das Badge-Design zu sehen sind. Nach dieser Phase kennt der Angreifer Ihren Betrieb oft besser als mancher neue Mitarbeiter.

02

Der Vorwand (Pretext)

Niemand hält einen Mann in Warnweste mit Klemmbrett und Werkzeugtasche auf. Der Angreifer schlüpft in eine Rolle, die niemand hinterfragt: Elektriker, Paketbote, Aufzugswartung, externer IT-Techniker, Brandschutzprüfer oder schlicht „der Neue aus dem zweiten Stock". Ein glaubwürdiger Vorwand, ein selbstsicheres Auftreten und ein Grund, warum man gerade jetzt hier sein muss — mehr braucht es meistens nicht, um an der Rezeption vorbeizukommen.

03

Perimeter & Eingang überwinden

Der Haupteingang ist selten das Ziel. Interessanter sind Nebeneingänge, der Raucherausgang, der offen stehende Anlieferungstor, die Tiefgarage. Und der Klassiker: Tailgating. Man geht mit vollen Händen (Kaffeebecher, Kartons) hinter einer Gruppe her — und in neun von zehn Fällen hält jemand höflich die gesicherte Tür auf. Höflichkeit schlägt Zutrittskontrolle.

04

Zutrittskontrolle aushebeln

Wo doch eine Tür ins Schloss fällt, gibt es Werkzeug: ein Under-the-Door-Tool, das den Türgriff von innen herunterzieht. Loiding (Latch-Slipping), das die Falle eines Schlosses ohne Schlüssel zurückdrückt. Ein Bewegungsmelder (REX-Sensor), der sich durch den Türspalt von außen auslösen lässt. Oder eine geklonte RFID-Karte — der zuvor aus der Hosentasche eines Mitarbeiters ausgelesene Badge, im Vorbeigehen kopiert. Auch ein gepicktes Schloss ist schneller offen, als die meisten glauben.

05

Ausbreiten im Inneren

Einmal drinnen, bewegt sich kaum jemand auffällig. Ein Mensch, der zielstrebig und selbstverständlich durch die Gänge geht, wird nicht angesprochen. Jetzt sammelt der Angreifer: unbeaufsichtigte, entsperrte Laptops. Passwörter auf Klebezetteln am Monitor. Offene Besprechungsräume mit Netzwerkdosen. Ausgedruckte Angebote im Drucker. Der unversperrte Serverraum, dessen Tür „eh immer offen" ist, weil die Klimaanlage sonst nicht durchzieht.

06

Ziel erreichen & verschwinden

Am Ende steht das eigentliche Ziel: ein kleines Netzwerk-Implantat hinter dem Drucker, das dem Angreifer später von zuhause aus Zugriff gibt. Kopierte Unterlagen. Ein Foto im Serverraum als Beweis. Und dann das Wichtigste: unbemerkt wieder hinaus. Kein Alarm, kein Protokolleintrag, niemand, der sich später erinnert. Beim Pentest ist genau dieses „Beweisfoto an einem Ort, an dem wir nie hätten sein dürfen" der Moment, der beim Kunden für Stille im Raum sorgt.

Das Arsenal

Angriffsmethoden
im Detail.

Kein Hollywood. Die Techniken, die im echten Red-Team-Einsatz funktionieren, sind unspektakulär, günstig und erschreckend zuverlässig. Ein Auszug aus dem, was wir beim Physical Pentest tatsächlich anwenden.

01

Tailgating & Piggybacking

Die einfachste und erfolgreichste Methode überhaupt: hinter einer berechtigten Person durch die gesicherte Tür gehen. Beim Tailgating unbemerkt, beim Piggybacking mit aktivem „Danke, dass Sie aufhalten". Volle Hände, ein freundliches Lächeln, das Timing am Schichtwechsel — und die teuerste Vereinzelungsanlage ist umgangen.

02

Lock Picking & mechanische Bypässe

Nicht jedes Schloss muss gepickt werden — oft reicht Loiding (die Falle mit einer Kunststoffkarte zurückdrücken), ein Under-the-Door-Tool für Türgriffe oder das Auslösen des Not-Aus-Sensors durch den Türspalt. Wo nötig, kommen Picking und Bypass-Werkzeuge zum Einsatz. Viele Bürotüren und Zylinder halten keine 60 Sekunden stand.

03

RFID- & Badge-Kloning

Mitarbeiterausweise auf 125 kHz (HID Prox, EM4100) lassen sich mit einem Long-Range-Reader aus der Tasche des Trägers auslesen — im Aufzug, an der Kaffeemaschine. Die Kopie öffnet danach jede Tür, die dem Original vertraut. Auch modernere 13,56 MHz-Karten sind je nach Konfiguration angreifbar.

04

Social Engineering & Pretexting

Die stärkste Waffe ist der Mensch. Ein glaubwürdiger Vorwand, Autorität (Warnweste, Ausweis-Attrappe, Zeitdruck) und das Ausnutzen von Hilfsbereitschaft öffnen Türen, die kein Werkzeug knackt. „Ich bin von der Aufzugswartung, mein Kollege wartet schon oben" — und die Tür geht auf.

05

Dumpster Diving & Clean-Desk

Der Müll verrät mehr, als vielen lieb ist: alte Zugangslisten, Organigramme, ausgedruckte Passwörter, Rechnungen mit internen Namen und Durchwahlen. Dazu der Clean-Desk-Check im Inneren — was liegt offen herum, was klebt am Monitor, welcher Bildschirm ist nicht gesperrt?

06

Rogue Devices & Drop-Attacken

Das Ziel vieler Einsätze: ein unauffälliges Gerät ins Netz bringen. Ein Netzwerk-Implantat (Raspberry Pi, LAN-Turtle) hinter einem Drucker, ein manipulierter USB-Stick auf dem Parkplatz, ein „vergessenes" Ladegerät im Besprechungsraum. Einmal platziert, holt sich der Angreifer den Zugang später bequem von außen.

Alles davon geschieht ausschließlich im vereinbarten Rahmen und mit schriftlicher Genehmigung. Ziel ist nie der Schaden, sondern der Beweis — damit Sie die Lücke schließen können, bevor es jemand ohne Auftrag tut.

Ablauf

Vom Scope
zum Bericht.

01

Scope & LOA

Wir legen vorher schriftlich fest, was das Ziel ist, wo die Grenzen liegen und welche Regeln gelten.

02

Aufklärung

Beobachten, recherchieren, Zugangswege durchdenken — bevor wir einen Fuß aufs Gelände setzen.

03

Einsatz vor Ort

Wir versuchen reinzukommen, so wie es ein Angreifer täte. Kontrolliert und lückenlos dokumentiert.

04

Bericht

Am Ende bekommen Sie die Befunde mit Fotobeweis und konkrete Maßnahmen, die auch umsetzbar sind.

Lohnt sich das für mich?

Für wen ein Physical Pentest
wirklich zählt.

Die Faustregel ist einfach: Überall dort, wo physischer Zutritt gleichbedeutend ist mit Zugriff auf Daten, Geld, Produktion oder Menschen, ist ein physischer Penetrationstest kein Luxus, sondern überfällig. Ein Angreifer, der einmal drinnen ist, hängt hinter Ihrer Firewall — mit direktem Draht zu Servern, Akten und Netzwerkdosen.

Server- & Rechenzentren

Wer eigene Serverräume betreibt, hat ein physisches Kronjuwel. Eine unversperrte Tür macht jede noch so gute Netzwerksegmentierung zunichte.

Produktion, Lager & Logistik

Große Areale, viele Tore, Schichtbetrieb, ständig fremde Lieferanten und Leihpersonal. Ein idealer Nährboden für Tailgating und Pretexting.

Kritische Infrastruktur & NIS2

Energie, Wasser, Gesundheit, Verkehr: Wer unter NIS2 oder als kritische Infrastruktur fällt, muss physische Sicherheit nachweisen — nicht nur behaupten.

Kanzleien, Praxen & Berater

Ärzte, Anwälte, Steuerberater: Verschwiegenheitspflicht trifft auf offene Aktenschränke und Wartezimmer mit Durchgang. Ein Datenleck beginnt hier oft physisch.

Banken, Versicherung & Finanz

Wo Geld und Kundendaten liegen, ist die Angriffsfläche real. Zutrittskontrolle, Tresorzonen und Clean-Desk gehören regelmäßig auf den Prüfstand.

Mehrere Standorte & Publikumsverkehr

Filialen, Empfangsbereiche, Coworking: Je mehr Menschen aus- und eingehen, desto leichter verschwindet ein Angreifer in der Menge.

Und wenn Sie unsicher sind, ob es sich lohnt: Genau das klären wir im kostenlosen Erstgespräch — ehrlich, auch wenn die Antwort „noch nicht nötig" lautet.

Das Ergebnis

Was am Ende
auf dem Tisch liegt.

Kein 80-seitiges Tool-Log, das niemand liest. Sondern ein Bericht, mit dem Technik und Geschäftsführung gleichermaßen etwas anfangen können — plus die Beweise, die zeigen, dass es kein Theorie-Risiko ist.

Management Summary

Die Lage auf zwei Seiten, ohne Fachchinesisch: Was ist passiert, wie schlimm ist es, was kostet die Behebung. Für Entscheider, die keine CVSS-Tabellen lesen wollen.

Technischer Detailbericht

Jeder Befund einzeln: Angriffspfad, Schweregrad nach CVSS, betroffene Zone und die konkrete Schwachstelle dahinter — nachvollziehbar dokumentiert.

Foto- & Videobeweise

Der Beweis, dass wir drin waren: Aufnahmen an Orten, an denen wir nie hätten sein dürfen. Nichts überzeugt schneller als das Foto aus dem eigenen Serverraum.

Priorisierte Maßnahmen

Nicht „machen Sie alles sicherer", sondern eine gereihte Liste: Quick Wins zuerst, dann die größeren Baustellen. Umsetzbar, ohne Beraterdeutsch.

Persönliches Debriefing

Wir gehen die Ergebnisse gemeinsam durch. Sie bekommen Antworten, keine PDF, die im Postfach verstaubt — und können direkt Rückfragen stellen.

Kostenloser Re-Test

Auf Wunsch prüfen wir später nach, ob die behobenen Punkte auch wirklich zu sind. Erst dann ist der Kreis geschlossen.

Ihr Vorteil als Unternehmer

Warum sich das
für Sie rechnet.

Ein Physical Pentest ist keine Spielerei für Technikfreunde, sondern eine betriebswirtschaftliche Entscheidung. Ein einziger erfolgreicher Einbruch — sei es Datendiebstahl, Sabotage oder ein Verschlüsselungstrojaner, der über einen ins Netz gesteckten Stecker kam — kostet schnell ein Vielfaches dessen, was der Test kostet.

Schaden vermeiden

Die günstigste Sicherheitslücke ist die, die geschlossen wird, bevor jemand sie ausnutzt. Ein Vorfall kostet Betriebsausfall, Wiederherstellung, womöglich Lösegeld — und Nerven. Der Test kostet einen Bruchteil davon.

Haftung & Sorgfaltspflicht

Als Geschäftsführer haften Sie für die Sicherheit sensibler Daten. Wer nachweislich testen lässt, erfüllt seine Sorgfaltspflicht — und steht im Ernstfall deutlich besser da.

Compliance erfüllen

ISO 27001, TISAX, NIS2, branchenspezifische Auflagen: Viele Normen verlangen den Nachweis physischer Sicherheit. Ein Physical Pentest liefert genau diesen Beleg.

Cyberversicherung

Versicherer schauen genauer hin und honorieren nachgewiesene Sicherheitsmaßnahmen. Ein dokumentierter Test kann Prämien senken und schützt vor bösen Überraschungen im Schadensfall.

Vertrauen bei Kunden

Wer mit sensiblen Daten Dritter arbeitet, muss Sicherheit belegen können. Ein bestandener Test ist ein starkes Argument in jeder Ausschreibung und jedem Audit.

Klarheit statt Bauchgefühl

„Wir haben doch Schlösser und eine Alarmanlage" ist keine Sicherheitsstrategie. Nach dem Test wissen Sie, was wirklich hält — und investieren gezielt statt ins Blaue.

Ehrlich beantwortet

Häufige Fragen
& hartnäckige Mythen.

„Ist das überhaupt legal?"

Ja — weil nichts ohne Ihre schriftliche Genehmigung passiert. Vor jedem Einsatz steht ein Vertrag mit klar definiertem Scope und ein Letter of Authorization (LOA), der genau festlegt, was wir dürfen und was nicht. Ohne dieses Papier setzen wir keinen Fuß auf Ihr Gelände.

„Was, wenn mich jemand erwischt?"

Das ist sogar erwünscht — dann hat Ihre Sicherheit funktioniert. Für den Fall tragen wir ein Autorisierungsschreiben („Get out of jail letter") bei uns, und es gibt einen Notfallkontakt bei Ihnen sowie einen vorab vereinbarten Eskalationsweg. So läuft nichts aus dem Ruder.

„Werden meine Mitarbeiter blamiert?"

Nein. Es geht nie um einzelne Personen, sondern um Prozesse und Strukturen. Der Bericht ist anonymisiert — kein „Herr X hat die Tür aufgehalten", sondern „Tailgating am Nebeneingang war möglich". Schuldzuweisungen bringen niemanden weiter, gute Abläufe schon.

„Stört das meinen Betrieb?"

So gut wie nicht. Ein Physical Pentest läuft bewusst unauffällig — der Sinn ist ja, nicht bemerkt zu werden. Termine, sensible Bereiche und tabu Zonen legen wir vorher gemeinsam fest, kritische Zeiten sparen wir aus.

„Wie lange dauert so ein Test?"

Das hängt von Größe, Anzahl der Standorte und den vereinbarten Szenarien ab — von einem halben Tag für einen einzelnen Standort bis zu mehreren Tagen bei komplexen Arealen. Den Rahmen stecken wir vorher klar ab.

„Was kostet ein Physical Pentest?"

Es gibt keinen Pauschalpreis, weil kein Objekt wie das andere ist. Ausschlaggebend sind Scope, Standorte und Testtiefe. Die Erstberatung ist kostenlos — danach bekommen Sie ein transparentes Angebot ohne versteckte Posten.

Sehen Sie Ihr Gebäude,
wie ein Angreifer es sieht.

Erste Beratung kostet nichts. 30 Minuten, kein Verkaufsdruck.